Phantom der Oper Forum

Normale Version: Sherlock Holmes - The Angel of the Opera
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[Bild: sh_angelopera_cvrz21la.jpg]

Soeben bin ich mit den "Further Adventures of Sherlock Holmes: The Angel of the Opera" fertig geworden. Ich mag es! Hab auch schon das andere Sherlock Holmes und Phantom Crossover gelesen ("The Canary Trainer") und muss sagen: dieses hier ist um ein vielfaches besser. Und jetzt werd ich, fürchte ich, auch noch zum Sherlock Holmes Fan. Tja.

Inhalt:
Im Jahr 1890 wird Sherlock Holmes von den neuen Direktoren der Opéra Populaire gebeten, nach Paris zu reisen und ihnen das mysteriöse Phantom der Oper vom Halse zu schaffen. Begleitet wird Holmes von seinem Cousin Doktor Henry Vernier, da dieser als Halbfranzose aktzentfrei französisch spricht und sich Holmes erhofft, dadurch besser ermitteln zu können.
Natürlich dauert es nicht lange, bis auch der Comte de Chagny seine Dienste in Anspruch nehmen will (hauptsächlich um seinen jüngeren Bruder davon abzuhalten, weiterhin mit einer gewissen jungen Sängerin anzubandeln) und schliesslich auch der Vicomte persönlich bei ihm auftaucht. Holmes lässt keinen Zweifel daran, dass er weder den Comte noch den Vicomte sonderlich leiden kann, dafür findet er aber le Fantôme ganz amüsant. Die beiden Herren lernen natürlich auch Christine Daaé kennen, reisen mit dem Vicomte nach Perros, lauschen Eriks Violinenspiel am Grab von Christines Vater und begegnen ihm zum ersten Mal in Persona auf dem Maskenball. Natürlich triumphiert Christine als Marguerite in Faust, es gibt die ein oder andere Entführung, einen fallenden Kronleuchter und alles, was man sich eben von einem Buch zum Thema Phantom erwartet.

Fazit:
Die Handlung ist im Grunde eine Nacherzählung von Leroux's Roman, mit kleinen und etwas grösseren Änderungen natürlich - so ist der Perser nicht sonderlich symphatisch und Raoul noch unfähiger als gewöhnlich - aber ich fand keine dieser Änderungen sonderlich störend.
Die Maskenballszene ist mein absoluter Liebling! Erik wurde sehr schön beschrieben *hach* und Holmes' Symphatie für ihn finde ich rührend und auch logisch. Erik ist nicht der Buhmann, sondern der tragische Held, ohne dass es zu sehr ins Kitschige abrutscht.
Auf englisch lässt sich das Buch sehr angenehm und auch kurzweilig lesen, einzig das Vor- und Nachwort finde ich recht - mühsam. Zum Einen ist das Ende pure Fanfiiction, zum Anderen der Autor wohl kein Freund von Watson, weswegen der arme Kerl erst einmal sein Fett wegbekommt.
Holmes' Cousin Vernier ist anfänglich recht nervig, im Laufe der Zeit verabschidet sich Siciliano aber von seinem Gary Stu und es wird besser. Holmes ist einfach nur hinreissend, die Damen natürlich allesamt perfekt (bis auf Carlotta), die Direktoren die üblichen Idioten, der Comte ein verwöhnter Snob und eigentlich nur eine ältere Version seines Bruders, der nichts weiter als ein jammerndes Kind mit zuviel Geld und einem zu grossen Ego ist (man muss das Buch mögen!^^). Christine ist natürlich zart und wunderschön, aber auch sie kommt nicht ausschliesslich positiv davon, wohingegen Erik in Sherlock Holmes einen neuen Bewunderer hat.

Also: ich kann's nur empfehlen. Leider sagt mir das Internet grad nicht, ob das Buch auch auf Deutsch erschienen ist, aber man kann es gut in Englisch lesen, da es eben dicht an Leroux's Roman ist. Anfang und Ende finde ich etwas zu arg Fanfiction-mässig, vielleicht hätte man das Buch mit dem dreizehnten Kapitel beenden sollen, aber nun gut.
Spoiler
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Gucke ma Big Grin http://fantome.forumprofi.de/showthread.php?tid=28
Das hast glaube ich sogar du umziehen lassen.^^ Dieser Karton da im Avatar sieht jedenfalls verdächtig nach dir aus.
Hm, da geht's doch aber primär um das von Meyer und nicht um Siciliano, oder überles ich was?
Sind das verschiedene? Ok Keine Ahnung Big Grin
Ja, sind es^^.
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