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Hemden-Frage
26.02.2011, 16:55
Beitrag: #1
Hemden-Frage
Mlle Christine/Mrs.E.Hyde schrieb:Im Kaminzimmer kam es ja schonmal zur Sprache. Was meint ihr, hat Erik echt jedes Hemd nur einmal getragen, oder wie stellt ihr euch das so vor?

Lepra schrieb:Wie gesagt, ich kann mir einfach nicht vorstellen, dass seine Hemden wirklich nach einmal tragen auf dem Müll gelandet sind.
Das wären 365 verdammte Hemden im Jahr!

Ich weiß nicht, wie oft es im 19. Jahrhundert üblich war so ein Hemd zu waschen. Aber ich vermute einfach mal, dass er sich eher aufs Waschen bezog. (In der englischen Phantom-Ausgabe wirds glaube ich, auch nicht verständlicher ausgedrückt...)

Mlle Christine/Mrs.E.Hyde schrieb:Also großer Waschtag war einmal in der Woche, schließlich musste das Badewasser ja auch erst warm gemacht werden mit Feuer. Wäsche Waschtag war eigentlich auch einmal in der Woche in gehobenen Kreisen, je ärmer umso seltener wurden die Sachen gewaschen. Und generell war es üblich seine Kleidung auch in besseren Kreisen mehrmals zu tragen, gerade als Mann hatte man eh nur Hemden, Hosen, Frackjacke, Rauchjacke, Hausmantel, Jacket für tags. Männerkleidung war also recht schlicht und praktikabel, wenn auch nicht minder steif wie Frauenkleider. Aber jeden Tag Kleidung waschen war halt nicht drin, Maschinen gab es nicht, das musste das Hausmädchen bzw die Wäscherin mit Hand im Zuber, mit Seife, Bürste und Waschbrett putzen und das war ein Knochenjob.

Lepra schrieb:Könnte man vllt. die Diskussion aus dem Kaminzimmer auch noch hierrüber schieben?

Mh - also hat Erik vllt. wirklich seine Hemden nur einmal getragen und sie dann Jules für seien zum Waschen mitgegeben. Er schreibt doch auch, dass Jules dafür sorgte, dass er seien Hemden nicht öfter als einmal tragen musste.

Mlle Christine/Mrs.E.Hyde schrieb:Ja, das herschieben wäre gut, ich hab keine Admin-Zugangsdaten.

______

Na dann wird Jules die Hemden entweder aufgetragen haben oder seinen Söhnen gegeben haben und für Erik regelmäßig neue Hemden anfertigen lassen haben. Und wenn er täglich ein neues Hemd haben wollte, machen 15.000 F im Monat ja auch Sinn ^^

Nanoos_5 schrieb:hehe, es gibt einen Artikel von Luise Büchner (der Schwester des Dichters) von 1866, in dem sie für neue Haushaltsgeräte wirbt. Vorsätzlich zur Arbeitserleichterung, aber der Gedanke, dass die Herren der Schöpfung villeicht öfter frisch gewaschene Hemden tragen sollten, war ihr bestimmt auch nicht fern :-)

jeden Tag ein völlig neues Hemd ist jedenfalls unrealistisch find ich...

Mlle Christine/Mrs.E.Hyde schrieb:Vielleicht war es so auch gar nicht gemeint. Neue Vermutung meiner seits: Er musste ein Hemd tatsächlich nie mehr als einen Tag tragen, weil er eine ausreichende Zahl an Hemden im Schrank hatte, so dass genug Zeit blieb zum Waschen lassen. Erik müsste dann also täglich ein frisches Hemd anziehen können und muss keines an zwei Tagen hintereinander tragen, so dass sich vielleicht gerade an Kragen und Manschetten Ränder von Hautfett (? - hätte Erik Talg produziert?) und Schmutz (? - wie oft badete er wohl?) bilden können. Vielleicht sollte man es ehr so lesen, das er halt jeden Tag ein frisch gewaschenes Hemd überstreifen konnte.

Nanoos_5 schrieb:ja ich finde das klingt doch sehr logisch! Aber wirft natürlich neue Fragen auf:
Zitat:wie oft badete er wohl?

und hatte er ein Quietscheentchen dabei? Nee mal ganz im Ernst, das sind so praktische Dinge, die mich besonders beim Lesen immer sehr interessierten. Ich meine, man erfährt ja dass Erik handwerklich begabt genug war, um allerhand unterhalb der Oper bauen zu können, aber ein paar Dinge dieser völlig unromantischen Probleme bleiben ungeklärt...

Mlle Christine/Mrs.E.Hyde schrieb:Also in der Pariser Oper hatte er doch ein Badezimmer, ich glaube sogar aus Marmor und ein Gästebad Big Grin mir war so, als hätte ich mal was von grünem Marmor gelesen. Jedenfalls sehr exquisiet für ein Bad unter Tage, aber das spricht natürlich wieder für den erlesenen guten Geschmack von unserem guten Erik Big Grin Big Grin Ein Mann von Welt mit Stil.

Lepra schrieb:Und in Persien ist er auch von seinem Bad am Hof des Schahs ganz begeistert. Big Grin

@nanoos: Danke. Das Bild bekomme ich jetzt nicht mehr aus dem Kopf... XD
(Und eine Spielzeuggondel!)

Mlle Christine/Mrs.E.Hyde schrieb:Erik in der Wann Big Grin da tun sich mir Phantasien auf *haarrrrrrrrrr* (Mrs. Hyde ist wieder da)

Nanoos_5 schrieb:"Die Wanne is' voll, die Wanne is' voll" Big Grin

Stimmt die beiden Badezimmer wurden erwähnt...aber richtige Toiletten mit Wasserspülung waren zu dieser Zeit noch Luxus. Erik hätte sie ans Wassersystem der Oper anschließen müssen, wenn die Oper überhaupt fließend Wasser besaß (keine Ahnung!). Auch unsere Badefantasien brauchten ohne fließend Wasser eine Menge Zeit mit Kübeln herumschleppen und erhitzen...

Mlle Christine/Mrs.E.Hyde schrieb:Bei Eriks Erfindungsgeschick, ist ihm gewiss eine Lösung eingefallen, wo er keine Kübel schleppen musste und das Wasserklosett gab es in Paris schon zu Beginn des 19. Jahrhunderts.

erikphan-gilra schrieb:die oper hatte bestimmt einen wasseranschluss, für die reichen besucher wird es doch wohl waschräume gegeben haben (?)
wenn, dann hat er sich das angezapft, andernfalls hätte er sich definitiv selbst etwas gebastelt, der see ist ja gleich um die ecke.

ich kann nur vermuten, dass sich erik bei seinen hautproblemen fast schon zu oft gebadet hat. irgendeine freude am alltag muss man ja haben, wenn es schon nicht das essen ist, dann vllt das baden.

Mlle Christine/Mrs.E.Hyde schrieb:die Musik Big Grin aber die Vorstellung eines gern badenden Eriks gefällt mir mehr und mehr Big Grin ich spiel dann gern den Badeschaum

Nanoos_5 schrieb:
Zitat:irgendeine freude am alltag muss man ja haben, wenn es schon nicht das essen ist, dann vllt das baden.

Ich bin da nicht sicher. Ich meine ich bezweifle nicht grundsätzlich, dass ein heißes Bad ne tolle Sache ist, insbesondere wenn man unter der Oper lebt^^ aber Baden bedeutet auch immer die Konfrontation mit dem eigenen Körper. Auskleiden, einschäumen, abtrocknen usw., da schenkst du deinem Körper Aufmerksamkeit, und ob Erik sich darüber so gefreut hätte? Ich meine mich an eine Szene bei Kay zu erinnern, wo er sich das erste Mal vor einem großen Spiegel ankleidet, und wie seltsam das für ihn ist. Beim Baden sieht man sich selbst zwar nicht ganz, aber man ist doch gezwungen, sich mit seinem Körper zu beschäftigen. Ich weiß nicht ob das für ihn eine angenehme Sache war...

erikphan-gilra schrieb:ich muss sagen, das habe ich mich auch schon gefragt. er muss sich wohl unter einer dicken schaumschicht verstecken.

Nanoos_5 schrieb:Oder die Wasseroberfläche mit 100 Quietscheentchen bedecken Big Grin

Mlle Christine/Mrs.E.Hyde schrieb:ich erinner mich an eine Szene aus Waterloo, da lag Napoelon in der Wanne und war noch mit nem Leinentuch bedeckt. Oder es gab auch Zeiten da badete man in Leinenhemden, damit man sich halt nicht entblößt zeigte, war ja unschicklich.

Nanoos_5 schrieb:Ob Erik dann auch für jedes Bad ein neues Hemd benutzte? :wink:

erikphan-gilra schrieb:des rätsels lösung!
er ist am ende des tages mit dem hemd baden gegangen und dann wars nass und voller schaum -> nächsten tag nen neues anziehen

Nanoos_5 schrieb:Perfekt! Jetzt haben wir die Lösung gefunden! Big Grin
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